Ich unterstütze die Solidaritätsaktion der taz für die inhaftierten iranischen Filmemacher Jafar Panahi und Mohammad Rasoulof. Die beiden wurden verurteilt zu 6 Jahren Gefängnis und 20-jährigem Berufsverbot, sowie 20 Jahren Reise- und Interviewverbot, weil sie einen Film drehen wollten, der womöglich dem Regime im Iran nicht gefallen hätte. Mehr zur Aktion im taz-Blog und die taz über Mohammad Rasoulof mit Links zu anderen Artikeln und Kommentaren über Repressionen im Iran.
Alle Menschen unterliegen von Natur aus den gleichen Rechten und Gesetzen. Wenn Menschen Menschenrechte und Mitbestimmung einfordern und diejenigen absetzen wollen, die dies verhindern, kann man das nur unterstützen, egal wo.
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948 auf Deutsch und weitere Informationen über Menschenrechte auf den Seiten der Vereinten Nationen.
Den Link zum Avaaz-Netzwerk wollte ich noch nachtragen für alle, die auch ihre Solidarität mit den Ägyptern bekunden wollen.
Montag, 7. Februar 2011
Solidarität mit iranischen Filmemachern
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Aktion,
Menschenrechte
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Freitag, 30. April 2010
Behauptungen statt Tatsachen - Journalismus und Politik
Qualitätsjournalismus scheint wirklich auf die Rote Liste der bedrohten Arten zu gehören. Auch unter Politikern glaubt man oftmals lieber, etwas sei so oder so, statt sich der Faktenprüfung zu widmen. So ein unverantwortliches Verhalten kann ein aufgeklärter Staat sich eigentlich nicht leisten. Oder vermeintliche Information verkommt immer mehr zu reiner Propaganda und Manipulation. Generell wäre es wünschenswert, wenn Politiker und Journalisten Fakten offenlegen, aus denen sie ihre Schlüsse ziehen. Dann könnte jeder für sich nachprüfen, ob eine Schlussfolgerung berechtigt oder nur so dahergesagt ist.
Manchmal würde eine kurze telefonische Nachfrage schon helfen, eine Behauptung mit Tatsachen zu unterfüttern, oder ein Hinweis darauf, unter welchen Umständen man an eine Information gelangt ist. Dafür müsste die Zeit schon ausreichen, sonst brauchen wir wirklich keine professionellen Medien mehr, wenn manch Blogger verlässlichere Quellenangaben machen kann und sich dem Pressekodex mehr verpflichtet fühlt als die Etablierten.
Ein neueres Beispiel für ganz schlechten Stil in der Presse liefert der Spiegel. Früher war das Magazin mal bekannt für seine gut recherchierten Veröffentlichungen, die Hand und Fuß hatten. Heutzutage wird offenbar auch mal im übelsten Boulevardstil (aufs einfachste widerlegbare Behauptungen, verleumderische Wortwahl, Halbwahrheiten, Tatsachenverdrehungen, usw.) Uraltlavendel aus der Mottenkiste gepackt, um Klimaskeptiker zu spielen. Das Beispiel: Die Wolkenschieber
Und hier die Kommentierung der übelsten falschen und halbwahren Behauptungen von einem der bekanntesten deutschen Klimaforscher Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (Infothek des PIK). Ihm ist es offenbar lobenswerter Weise ein Anliegen, der Öffentlichkeit wissenschaftliche Erkenntnisse zu vermitteln und sie nicht mit Unfug zum Thema alleine zu lassen. In einem anderen Kommentar nimmt er zusammen mit Kollegen weitere Klimaskeptiker- und unbegründete Medienbehauptungen auseinander, welche die Verlässlichkeit der IPCC-Berichte (Zusammenfassungen in Deutsch und anderen Sprachen stehen unten auf der Seite zum Herunterladen bereit) in Frage stellen. (IPCC = Intergovernmental Panel on Climate Change, umgangssprachlich auf Deutsch Weltklimarat). Rahmstorf verweist auch auf einen Artikel der Süddeutschen Zeitung über die Geldquellen und Summen, mit denen Klimaskeptiker so bezahlt werden für die Verbreitung von Skepsis und Zwietracht.
Aber nicht nur der Spiegel fällt durch die Verbreitung von Blödsinn auf. Vor Kurzem verbreitete der Deutschlandfunk - den ich sehr schätze - im Zusammenhang mit dem Kippen der Vorratsdatenspeicherung unkommentiert eine Äußerung von Herrn Bosbach (CDU), der u.a. sinngemäß behauptete, ohne Vorratsdatenspeicherung wären Menschenleben in Notfällen gefährdet. Ich habe keine Ahnung wie es Menschenleben retten sollte, wenn man 6 Monate nach einem Notfall noch herausfinden kann, wer mit wem wie lange telefoniert hat, vielleicht auch noch von wo nach wo? Weshalb fühlt sich irgendwer genötigt, solchen Unfug zu verbreiten? Ist der, welcher solchen Unfug verzapft saublöd oder hält er den Rest der Welt für saublöd oder gibt es andere Gründe, weshalb sich jemand selbst so zum Trottel machen sollte?
Dann das leidige Thema Guantanamo-Häftlinge. Schon dieses Wort ist missverständlich, denn es suggeriert, dass es sich bei den Leuten um rechtmäßig Eingesperrte handelt. Dem ist aber nicht so. Bei den Leuten, die freigelassen werden sollen, handelt es sich durchweg um Menschen, die sich nachweislich nichts haben zu Schulden kommen lassen. Die Amerikaner hatten viele Jahre Zeit, Beweise zu finden, auf rechtsstaatliche Mittel allein waren sie dabei nicht angewiesen. Wie man mitbekommen hat, wurden Methoden angewendet, die jeder Diktatur zum "Ruhm" gereicht hätten. Das betrifft die Gefangennahme, die Befragung und die Gewahrsam gleichermaßen.
Auch wenn womöglich nicht jeder Gefangene tatsächlich massiv gefoltert wurde. Psychische Folter müssen alle erlitten haben, meine ich. Denn schon die Entführung und Verwahrung ohne rechtsstaatliche Einspruchsmöglichkeiten muss für jeden Unschuldigen ein Trauma bedeuten. Es handelt sich also um zu Unrecht Festgehaltene Entführungsopfer, die allesamt traumatisiert sein dürften. Man müsste diesen Menschen, wenn man sie aufnimmt, natürlich jedwede Hilfe zuteil werden lassen, um sie in ein halbwegs normales Leben zurückzuführen. Bezahlen müssten natürlich die USA als Verursacher der menschlichen Schäden. Wovor also sollte man Angst haben?
Herr Schünemann, Innenminister der CDU in Niedersachsen, ein so genannter Hardliner (in meinen Augen leidet er an übertriebenen Fremdenangst), lehnt eine Aufnahme von Guantanamo-Opfern ab, weil einige der schon Entlassenen Straftaten begangen hätten. Ich würde mir Belege wünschen, er hat ja sicherlich eine Liste von Leuten, wenn diese Behauptung denn wirklich stimmen sollte. Falls es Straftaten gab: womöglich haben ihrem Schicksal ausgelieferte, unbetreute Traumatisierte sich Essen geklaut, sind ausgeflippt und haben jemanden verprügelt oder bedroht? Oder haben sie Terroranschläge oder Banküberfälle verübt? Ich habe nichts dergleichen mitbekommen, bin aber auch nicht allhörend und allwissend. Ich hätte mir jedenfalls ein paar Erläuterungen gewünscht, wie jemand zu solchen Behauptungen kommt.
Ein paar Guantanamo-Opfer und ihre Schicksale stellt Roger Willemsen in seinem Buch "Hier spricht Guantanamo" (Zweitausendeins) vor. Es gibt sicherlich noch mehr Literatur dazu, kenne ich aber nicht. Ich habe mir aus Versehen den Akzent gespart, merke ich gerade, Guantánamo muss es heißen.
Noch ein Thema - Griechenland: Christian Semler listet in der taz auf, mit welch perfiden Aussagen die gesamt Bevölkerung Griechenlands an den Pranger gestellt wird. Und heute oder gestern schwirrte mir im Deutschlandfunk eine Aussage von irgendwem über den Weg (ich hatte leider nur mit halbem Ohr zugehört), die da behauptete, die Mentalität der Griechen sei Schuld an der Misere. Wollten wir nicht alle nie wieder Faschismus?
Wir sind gerade auf dem besten Weg dahin, wenn solche Aussagen verbreitet werden und womöglich sogar mehrheitsfähig werden. Zuerst wird auf den prekär Beschäftigten und den nicht-Beschäftigten herumgehackt, dann auf vermeintlichen fremdländischen Parasiten, Andersgläubigen, Nichtgläubigen, usw. . Klingt das irgendwie bekannt? Aus der noch nicht ganz so fernen deutschen Vergangenheit vielleicht?
Weltwirtschaftskrisen scheinen in der Tat für solche Gruppenabgrenzungen und Pauschalverurteilungen prädestiniert, die Bildungsmisere verschäft solche Haltungen noch, wenig und schlechte Bildung macht empfänglich für dumme Sprüche und hält davon ab, das eigene Hirn einzuschalten und kritisch zu hinterfragen, was eigentlich vor sich geht. Gleichzeitig hält viel Arbeit und unsichere Beschäftigung auch Willensstarke davon ab, sich zu engagieren für Demokratie und eine vernunftgesteuerte Gesellschaft. Irgendwelchen Angstbeißern wird plötzlich das Wort erteilt statt ihre Äußerungen als Unfug abzutun und zu ignorieren. Es gibt Urheber von Unsinn und Verbreiter von Unsinn, beide Seiten tragen Verantwortung. Nebenbei bemerkt, gibt es Hinweise dafür, dass Abgrenzungsbestrebungen und Fremdenfeindlichkeit die Auswirkungen von Angst sind. (Informationsdienst Wissenschaft, Nature News, Sciencenow).
Wie man vernünftig recherchiert und qualitativ hochwertig berichtet, kann jede/r Journalist/in lernen. Informationen über gute Recherchearbeit und einen informativen Newsletter bietet u.a. netzwerk recherche e.V.. Minister/innen und Abgeordnete sollten eigentlich den leichtesten Zugriff auf Fakten haben, der Ihnen von Recherchediensten und Mitarbeitern zur Verfügung gestellt wird, wenn sie nur danach fragen. Es gibt keine Entschuldigung für die Aufstellung und Verbreitung falscher Behauptungen. Wenn doch einmal ein Fehler passiert, muss der ganz einfach, so schnell wie möglich öffentlich berichtigt werden. Fehler passieren, vor allem, wenn jemand sehr aktiv ist. Dafür hat jeder vernünftige Mensch Verständnis, sollte man meinen.
Manchmal würde eine kurze telefonische Nachfrage schon helfen, eine Behauptung mit Tatsachen zu unterfüttern, oder ein Hinweis darauf, unter welchen Umständen man an eine Information gelangt ist. Dafür müsste die Zeit schon ausreichen, sonst brauchen wir wirklich keine professionellen Medien mehr, wenn manch Blogger verlässlichere Quellenangaben machen kann und sich dem Pressekodex mehr verpflichtet fühlt als die Etablierten.
Ein neueres Beispiel für ganz schlechten Stil in der Presse liefert der Spiegel. Früher war das Magazin mal bekannt für seine gut recherchierten Veröffentlichungen, die Hand und Fuß hatten. Heutzutage wird offenbar auch mal im übelsten Boulevardstil (aufs einfachste widerlegbare Behauptungen, verleumderische Wortwahl, Halbwahrheiten, Tatsachenverdrehungen, usw.) Uraltlavendel aus der Mottenkiste gepackt, um Klimaskeptiker zu spielen. Das Beispiel: Die Wolkenschieber
Und hier die Kommentierung der übelsten falschen und halbwahren Behauptungen von einem der bekanntesten deutschen Klimaforscher Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (Infothek des PIK). Ihm ist es offenbar lobenswerter Weise ein Anliegen, der Öffentlichkeit wissenschaftliche Erkenntnisse zu vermitteln und sie nicht mit Unfug zum Thema alleine zu lassen. In einem anderen Kommentar nimmt er zusammen mit Kollegen weitere Klimaskeptiker- und unbegründete Medienbehauptungen auseinander, welche die Verlässlichkeit der IPCC-Berichte (Zusammenfassungen in Deutsch und anderen Sprachen stehen unten auf der Seite zum Herunterladen bereit) in Frage stellen. (IPCC = Intergovernmental Panel on Climate Change, umgangssprachlich auf Deutsch Weltklimarat). Rahmstorf verweist auch auf einen Artikel der Süddeutschen Zeitung über die Geldquellen und Summen, mit denen Klimaskeptiker so bezahlt werden für die Verbreitung von Skepsis und Zwietracht.
Aber nicht nur der Spiegel fällt durch die Verbreitung von Blödsinn auf. Vor Kurzem verbreitete der Deutschlandfunk - den ich sehr schätze - im Zusammenhang mit dem Kippen der Vorratsdatenspeicherung unkommentiert eine Äußerung von Herrn Bosbach (CDU), der u.a. sinngemäß behauptete, ohne Vorratsdatenspeicherung wären Menschenleben in Notfällen gefährdet. Ich habe keine Ahnung wie es Menschenleben retten sollte, wenn man 6 Monate nach einem Notfall noch herausfinden kann, wer mit wem wie lange telefoniert hat, vielleicht auch noch von wo nach wo? Weshalb fühlt sich irgendwer genötigt, solchen Unfug zu verbreiten? Ist der, welcher solchen Unfug verzapft saublöd oder hält er den Rest der Welt für saublöd oder gibt es andere Gründe, weshalb sich jemand selbst so zum Trottel machen sollte?
Dann das leidige Thema Guantanamo-Häftlinge. Schon dieses Wort ist missverständlich, denn es suggeriert, dass es sich bei den Leuten um rechtmäßig Eingesperrte handelt. Dem ist aber nicht so. Bei den Leuten, die freigelassen werden sollen, handelt es sich durchweg um Menschen, die sich nachweislich nichts haben zu Schulden kommen lassen. Die Amerikaner hatten viele Jahre Zeit, Beweise zu finden, auf rechtsstaatliche Mittel allein waren sie dabei nicht angewiesen. Wie man mitbekommen hat, wurden Methoden angewendet, die jeder Diktatur zum "Ruhm" gereicht hätten. Das betrifft die Gefangennahme, die Befragung und die Gewahrsam gleichermaßen.
Auch wenn womöglich nicht jeder Gefangene tatsächlich massiv gefoltert wurde. Psychische Folter müssen alle erlitten haben, meine ich. Denn schon die Entführung und Verwahrung ohne rechtsstaatliche Einspruchsmöglichkeiten muss für jeden Unschuldigen ein Trauma bedeuten. Es handelt sich also um zu Unrecht Festgehaltene Entführungsopfer, die allesamt traumatisiert sein dürften. Man müsste diesen Menschen, wenn man sie aufnimmt, natürlich jedwede Hilfe zuteil werden lassen, um sie in ein halbwegs normales Leben zurückzuführen. Bezahlen müssten natürlich die USA als Verursacher der menschlichen Schäden. Wovor also sollte man Angst haben?
Herr Schünemann, Innenminister der CDU in Niedersachsen, ein so genannter Hardliner (in meinen Augen leidet er an übertriebenen Fremdenangst), lehnt eine Aufnahme von Guantanamo-Opfern ab, weil einige der schon Entlassenen Straftaten begangen hätten. Ich würde mir Belege wünschen, er hat ja sicherlich eine Liste von Leuten, wenn diese Behauptung denn wirklich stimmen sollte. Falls es Straftaten gab: womöglich haben ihrem Schicksal ausgelieferte, unbetreute Traumatisierte sich Essen geklaut, sind ausgeflippt und haben jemanden verprügelt oder bedroht? Oder haben sie Terroranschläge oder Banküberfälle verübt? Ich habe nichts dergleichen mitbekommen, bin aber auch nicht allhörend und allwissend. Ich hätte mir jedenfalls ein paar Erläuterungen gewünscht, wie jemand zu solchen Behauptungen kommt.
Ein paar Guantanamo-Opfer und ihre Schicksale stellt Roger Willemsen in seinem Buch "Hier spricht Guantanamo" (Zweitausendeins) vor. Es gibt sicherlich noch mehr Literatur dazu, kenne ich aber nicht. Ich habe mir aus Versehen den Akzent gespart, merke ich gerade, Guantánamo muss es heißen.
Noch ein Thema - Griechenland: Christian Semler listet in der taz auf, mit welch perfiden Aussagen die gesamt Bevölkerung Griechenlands an den Pranger gestellt wird. Und heute oder gestern schwirrte mir im Deutschlandfunk eine Aussage von irgendwem über den Weg (ich hatte leider nur mit halbem Ohr zugehört), die da behauptete, die Mentalität der Griechen sei Schuld an der Misere. Wollten wir nicht alle nie wieder Faschismus?
Wir sind gerade auf dem besten Weg dahin, wenn solche Aussagen verbreitet werden und womöglich sogar mehrheitsfähig werden. Zuerst wird auf den prekär Beschäftigten und den nicht-Beschäftigten herumgehackt, dann auf vermeintlichen fremdländischen Parasiten, Andersgläubigen, Nichtgläubigen, usw. . Klingt das irgendwie bekannt? Aus der noch nicht ganz so fernen deutschen Vergangenheit vielleicht?
Weltwirtschaftskrisen scheinen in der Tat für solche Gruppenabgrenzungen und Pauschalverurteilungen prädestiniert, die Bildungsmisere verschäft solche Haltungen noch, wenig und schlechte Bildung macht empfänglich für dumme Sprüche und hält davon ab, das eigene Hirn einzuschalten und kritisch zu hinterfragen, was eigentlich vor sich geht. Gleichzeitig hält viel Arbeit und unsichere Beschäftigung auch Willensstarke davon ab, sich zu engagieren für Demokratie und eine vernunftgesteuerte Gesellschaft. Irgendwelchen Angstbeißern wird plötzlich das Wort erteilt statt ihre Äußerungen als Unfug abzutun und zu ignorieren. Es gibt Urheber von Unsinn und Verbreiter von Unsinn, beide Seiten tragen Verantwortung. Nebenbei bemerkt, gibt es Hinweise dafür, dass Abgrenzungsbestrebungen und Fremdenfeindlichkeit die Auswirkungen von Angst sind. (Informationsdienst Wissenschaft, Nature News, Sciencenow).
Wie man vernünftig recherchiert und qualitativ hochwertig berichtet, kann jede/r Journalist/in lernen. Informationen über gute Recherchearbeit und einen informativen Newsletter bietet u.a. netzwerk recherche e.V.. Minister/innen und Abgeordnete sollten eigentlich den leichtesten Zugriff auf Fakten haben, der Ihnen von Recherchediensten und Mitarbeitern zur Verfügung gestellt wird, wenn sie nur danach fragen. Es gibt keine Entschuldigung für die Aufstellung und Verbreitung falscher Behauptungen. Wenn doch einmal ein Fehler passiert, muss der ganz einfach, so schnell wie möglich öffentlich berichtigt werden. Fehler passieren, vor allem, wenn jemand sehr aktiv ist. Dafür hat jeder vernünftige Mensch Verständnis, sollte man meinen.
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Freitag, 23. April 2010
Fotowettbewerb Stralsund & Inseln bis 1.5.2010 verlängert
Thema: Nachhaltiger Tourismus und Klimawandel
Aufnahmeorte: Region Stralsund, Rügen, Usedom, aber auch andere Küstenabschnitte Mecklenburg-Vorpommerns
Noch bis zum 1.5.2010 können pro Person 3 Fotos + Beschreibung eingereicht werden, Ort und Datum (zumindest ungefähr), Kontaktdaten. Bitte auf Überschrift klicken, um zur Wettbewerbsdatenbank zu kommen.
Aufnahmeorte: Region Stralsund, Rügen, Usedom, aber auch andere Küstenabschnitte Mecklenburg-Vorpommerns
Noch bis zum 1.5.2010 können pro Person 3 Fotos + Beschreibung eingereicht werden, Ort und Datum (zumindest ungefähr), Kontaktdaten. Bitte auf Überschrift klicken, um zur Wettbewerbsdatenbank zu kommen.
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Mittwoch, 31. März 2010
Fotowettbewerb Stralsund & Inseln - Klimawandel & Tourismus
Vom 1.-22.4.2010 veranstaltet die EUCC - die Küsten Union Deutschland e.V. einen Fotowettbewerb in der Region Stralsund, Rügen und Usedom. Thema ist Nachhaltiger Tourismus & Anpassungen an den Klimawandel.
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Donnerstag, 26. November 2009
Evolution und Klima - Skeptiker überall
Lesenswert: Ich bin gerade bei einer Kurz-Recherche auf einen, so wie es aussieht, guten Blog des Direktors des Naturkundemuseums Berlin, Reinhold Leinfelder, gestoßen. Im verlinkten Artikel schreibt er über die verschiedenen Sorten von Klima-Skeptikern und vergleicht sie mit Kreationisten, die wacker gegen die Evolution anglauben. Ach ja, auf den Titel klicken führt zum Beitrag.
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Montag, 16. Februar 2009
Über Forscherkarrieren
Tobias Maier schreibt über seine Wissenschaftlerkarriere als Biologie-Postdoc in seinem Wissenschaftskommunikations-Blog WeiterGen und malt ein düsteres Bild, das einem als Biologin schon sehr bekannt vorkommt.
Ich würde trotzdem jedem dazu raten, das zu studieren, was ihm/ihr liegt. Vielleicht sollte man aber dafür von vorneherein im Ausland starten oder zumindest einplanen, irgendwann zu wechseln. Oder ein verwandtes Fach an der FH auswählen, das zu einem brauchbaren Beruf ausbildet.
Ich hatte teilweise schon am Dienstag meine halbe Stelle, für die ich bezahlt wurde, abgeleistet, aber im Freundes- und Bekanntenkreis ging es teilweise heftig zu.
Zumindest vor einigen Jahren noch gab es vereinzelt BetreuerInnen, die DoktorandInnen Stellen für ein Jahr anboten, dann damit kalkulierten, dass das Arbeitsamt ein Jahr die Doktorarbeit fördert, dann wieder einen Vertrag anboten, usw. . Eine Doktorarbeit soll 3-4 Jahre dauern, manches Mal werden 5, 6 und mehr Jahre daraus. Das scheint es heute zum Glück immer seltener zu geben.
Meine StudienkollegInnen, die bei der Bio geblieben sind und mit denen ich noch Kontakt habe oder von denen ich zumindest höre, arbeiten in Großbritannien, der Schweiz oder Skandinavien. Haltet euch fest, liebe Mitbiologinnen, zumindest zum Teil auf Dauerstellen. Ein großer Teil ist nach dem Diplom in der Pharmabranche untergekommen, muss auch nicht alles schlecht sein, die werden zumindest in der Regel super bezahlt. So einige haben komplett umgeschult auf alles Mögliche.
Eine Freund hat sich von 3-Monats-Vertrag zu 3-Monats-Vertrag durchgehangelt, bis er dann endlich eine richtige Doktorandenstelle bekommen hat auf seinen Antrag hin. Eine Bekannte hat fast ein Jahr nach der Diplomarbeit ohne Bezahlung ihre Doktorarbeit vorbereitet. Ein anderer Bekannter hat eine Super-Promotion hingelegt, 9 oder 10 Veröffentlichungen daraus gemacht, ein Jahr am Institut weitergearbeitet auf Arbeitsamtskosten, sich dann in UK auf eine Dauerstelle beworben und sie bekommen. Er wurde tatsächlich gefragt, weshalb er ginge.
Ich würde gerne wissen, ob es in anderen Naturwissenschaften ähnlich zugeht oder nur in der Biologie? Bei den GeologInnen scheint es ähnlich zu sein.
Ich weiß jedenfalls nicht, wo man die ganzen Naturwissenschaftler angeblich braucht, von denen anscheinend immer noch zu wenige ausgebildet werden. An Unis, Forschungsinstituten und in der Privatwirtschaft braucht man jedenfalls nur einen Bruchteil der BiologInnen, die ausgebildet werden und da müssen die Qualifikationen schon zu 100% stimmen. Es wird den Leuten offenbar abgesprochen, dass sie auch nach der Doktorarbeit noch lernfähig sind und sich neue Gebiete erschließen können, andererseites wird genau das verlangt. Verrückte Welt.
Ich würde trotzdem jedem dazu raten, das zu studieren, was ihm/ihr liegt. Vielleicht sollte man aber dafür von vorneherein im Ausland starten oder zumindest einplanen, irgendwann zu wechseln. Oder ein verwandtes Fach an der FH auswählen, das zu einem brauchbaren Beruf ausbildet.
Ich hatte teilweise schon am Dienstag meine halbe Stelle, für die ich bezahlt wurde, abgeleistet, aber im Freundes- und Bekanntenkreis ging es teilweise heftig zu.
Zumindest vor einigen Jahren noch gab es vereinzelt BetreuerInnen, die DoktorandInnen Stellen für ein Jahr anboten, dann damit kalkulierten, dass das Arbeitsamt ein Jahr die Doktorarbeit fördert, dann wieder einen Vertrag anboten, usw. . Eine Doktorarbeit soll 3-4 Jahre dauern, manches Mal werden 5, 6 und mehr Jahre daraus. Das scheint es heute zum Glück immer seltener zu geben.
Meine StudienkollegInnen, die bei der Bio geblieben sind und mit denen ich noch Kontakt habe oder von denen ich zumindest höre, arbeiten in Großbritannien, der Schweiz oder Skandinavien. Haltet euch fest, liebe Mitbiologinnen, zumindest zum Teil auf Dauerstellen. Ein großer Teil ist nach dem Diplom in der Pharmabranche untergekommen, muss auch nicht alles schlecht sein, die werden zumindest in der Regel super bezahlt. So einige haben komplett umgeschult auf alles Mögliche.
Eine Freund hat sich von 3-Monats-Vertrag zu 3-Monats-Vertrag durchgehangelt, bis er dann endlich eine richtige Doktorandenstelle bekommen hat auf seinen Antrag hin. Eine Bekannte hat fast ein Jahr nach der Diplomarbeit ohne Bezahlung ihre Doktorarbeit vorbereitet. Ein anderer Bekannter hat eine Super-Promotion hingelegt, 9 oder 10 Veröffentlichungen daraus gemacht, ein Jahr am Institut weitergearbeitet auf Arbeitsamtskosten, sich dann in UK auf eine Dauerstelle beworben und sie bekommen. Er wurde tatsächlich gefragt, weshalb er ginge.
Ich würde gerne wissen, ob es in anderen Naturwissenschaften ähnlich zugeht oder nur in der Biologie? Bei den GeologInnen scheint es ähnlich zu sein.
Ich weiß jedenfalls nicht, wo man die ganzen Naturwissenschaftler angeblich braucht, von denen anscheinend immer noch zu wenige ausgebildet werden. An Unis, Forschungsinstituten und in der Privatwirtschaft braucht man jedenfalls nur einen Bruchteil der BiologInnen, die ausgebildet werden und da müssen die Qualifikationen schon zu 100% stimmen. Es wird den Leuten offenbar abgesprochen, dass sie auch nach der Doktorarbeit noch lernfähig sind und sich neue Gebiete erschließen können, andererseites wird genau das verlangt. Verrückte Welt.
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Donnerstag, 12. Februar 2009
Zum 200. "Geburtstag" des Naturforschers Charles Darwin
Zurzeit hört man viel über Darwin, der am 12.2.1809, heute vor 200 Jahren, geboren wurde. Er wird dieses Jahr als Begründer der Evolutionstheorie gefeiert.
Darwins Theorie erklärt bis heute schlüssig, warum sich die Artenvielfalt der Erde entwickeln konnte und dass sich die Evolution auch weiterhin auf alles Leben der Erde auswirkt, auch wenn die Theorie inzwischen natürlich weiterentwickelt wurde. In damaliger Zeit war seine Theorie gesellschaftlich brisant. Man wusste aus der landwirtschaftlichen Praxis, dass man bestimmte Merkmale von Tieren und Pflanzen herauszüchten konnte, indem man Individuen mit bestimmten Eigenschaften für die Zucht selektierte. Das ganze Gedankengebäude Darwins widersprach den von den Religionsgemeinschaften verbreiteten Schöpfungsmythen und lieferte eine für alle nachvollziehbare Erklärung mit. Ursprünglich sprach Darwin in seiner Theorie allein von natürlicher Selektion. Das wurde damals kritisiert, weil es zu sehr nach einem aktiven Wirken der Natur klänge aber doch ein eher passiver Prozess sei. Deshalb ergänzte er "survival of the fittest". Darwins Aussagen und die Evolutionstheorie wurden und werden vielfach missinterpretiert.
Erschreckend ist, dass man in den Medien - ich spreche hier von Deutschlandfunk und taz - hören und lesen muss, dass Darwin vom Überleben des Stärkeren oder Tüchtigsten gesprochen hätte. Das war und ist noch immer falsch. Im Online-Wörterbuch LEO wird mehrfach über die richtige Übersetzung in biologischem Zusammenhang diskutiert, aber offiziell wird das falsche oder zumindest sehr missverständliche Überleben des Tüchtigsten als Übersetzung in biologischem Sinne genannt. Ich habe heute die Diskussion von 2007 im LEO-Forum wiederaufgenommen als Autorin Sanna, wer nachlesen will. Vielleicht ändert sich demnächst die Eintragszusammensetzung, wäre schön. Ich werde das hier kommentieren.
Richtig in biologischem Sinne ist die Übersetzung Überleben der Bestangepassten oder Sinnverwandtes. Ich habe als Biologin nie einen anderen Zusammenhang gelernt, schon als Schülerin nicht. Die Bestangepassten können je nach Umweltgegebenheiten die kooperativsten, die stärksten oder vielleicht die am besten geschützten Individuen sein. Am besten angepasst kann also Vieles bedeuten. Ganz gut erklärt werden die Zusammenhänge rund um "survival of the fittest" bei Wiktionary. Beim Tagesspiegel habe ich gerade einen ganz guten Artikel über Darwin gefunden. Was mich etwas dabei irritiert ist, dass der Autor der selbe Mensch zu sein scheint, der im Deutschlandfunk vom "Überleben des Stärkeren" geredet hat, was mich zu einem Brüller veranlasste. Womöglich habe ich wegen des Brüllers nicht alles mitbekommen.
Wie kommt es zu der weit verbreiteten Fehlübersetzung und der daraus herrührenden Fehlinterpretation der Evolutionstheorie auch heute noch? Ein Erklärungsversuch: Im Deutschen bedeutet fit ausschließlich gut trainiert / köperlich in Form. Im Englischen jedoch ist die Hauptbedeutung passend / angepasst; in einer Nebenbedeutung hat das Wort die gleiche Bedeutung wie im Deutschen. Wer als einfach vom Deutschen fit ausgeht und die Evolutionstheorie nicht wirklich kennt, übersetzt schnell falsch. Manch eine/-r hat übersetzt womöglich bewusst falsch. Kritikern der Evolutionstheorie, die etwas gegen die Erklärung der Welt durch die Naturwissenschaften haben, kommt die Fehlübersetzung vermutlich gelegen, weil sie so schön unmenschlich klingt, besonders gepaart mit dem "Kampf ums Dasein".
Für durchgeknallte, machtbesessene Diktatoren und ihre Unterstützer Anfang und Mitte des 20. Jahrhunders kam die Fehlübersetzung und die damit einhergehende Fehlinterpretation der Evolutionstheorie gerade recht, um faschistische Rassentheorien zusammenzuspinnen und damit den irrsinnigen Mord an Menschen jüdischen Glaubens und anderen Minderheiten als pseudo-rational, pseudo-wissenschaftlich begründet darzustellen. Heutige dumpfbackige Gefolgsleute dieser Irren finden die Fehlinterpretation und die Übertragung einer biologischen Theorie auf gesellschaftliche Modelle immer noch toll und verstehen dabei gar nichts. Aufgeklärte Menschen hingegen lassen sich den ganzen Schwachsinn nicht so leicht aufbinden und hinterfragen das krude Zeug, was so manche Leute von sich geben. Zum Glück gibt es immer mehr davon. Und selbst einige Religionsgemeinschaften haben ihre Deutungshoheit der menschlichen Entwicklung - und was dazugehört - halbwegs freiwillig aufgegeben und anerkennen, dass man heute Erklärungen für Naturphänomene hat, die man vor rund 2000 Jahren und früher einfach noch nicht erklären konnte.
Deshalb ergeht hier meine Aufforderung an alle, die Missverständnissen vorbeugen wollen: Bitte benutzt ausschließlich "Überleben der Bestangepassten" oder Sinnverwandtes, wenn ihr über Darwin und "survival of the fittest" redet!
Darwins Theorie erklärt bis heute schlüssig, warum sich die Artenvielfalt der Erde entwickeln konnte und dass sich die Evolution auch weiterhin auf alles Leben der Erde auswirkt, auch wenn die Theorie inzwischen natürlich weiterentwickelt wurde. In damaliger Zeit war seine Theorie gesellschaftlich brisant. Man wusste aus der landwirtschaftlichen Praxis, dass man bestimmte Merkmale von Tieren und Pflanzen herauszüchten konnte, indem man Individuen mit bestimmten Eigenschaften für die Zucht selektierte. Das ganze Gedankengebäude Darwins widersprach den von den Religionsgemeinschaften verbreiteten Schöpfungsmythen und lieferte eine für alle nachvollziehbare Erklärung mit. Ursprünglich sprach Darwin in seiner Theorie allein von natürlicher Selektion. Das wurde damals kritisiert, weil es zu sehr nach einem aktiven Wirken der Natur klänge aber doch ein eher passiver Prozess sei. Deshalb ergänzte er "survival of the fittest". Darwins Aussagen und die Evolutionstheorie wurden und werden vielfach missinterpretiert.
Erschreckend ist, dass man in den Medien - ich spreche hier von Deutschlandfunk und taz - hören und lesen muss, dass Darwin vom Überleben des Stärkeren oder Tüchtigsten gesprochen hätte. Das war und ist noch immer falsch. Im Online-Wörterbuch LEO wird mehrfach über die richtige Übersetzung in biologischem Zusammenhang diskutiert, aber offiziell wird das falsche oder zumindest sehr missverständliche Überleben des Tüchtigsten als Übersetzung in biologischem Sinne genannt. Ich habe heute die Diskussion von 2007 im LEO-Forum wiederaufgenommen als Autorin Sanna, wer nachlesen will. Vielleicht ändert sich demnächst die Eintragszusammensetzung, wäre schön. Ich werde das hier kommentieren.
Richtig in biologischem Sinne ist die Übersetzung Überleben der Bestangepassten oder Sinnverwandtes. Ich habe als Biologin nie einen anderen Zusammenhang gelernt, schon als Schülerin nicht. Die Bestangepassten können je nach Umweltgegebenheiten die kooperativsten, die stärksten oder vielleicht die am besten geschützten Individuen sein. Am besten angepasst kann also Vieles bedeuten. Ganz gut erklärt werden die Zusammenhänge rund um "survival of the fittest" bei Wiktionary. Beim Tagesspiegel habe ich gerade einen ganz guten Artikel über Darwin gefunden. Was mich etwas dabei irritiert ist, dass der Autor der selbe Mensch zu sein scheint, der im Deutschlandfunk vom "Überleben des Stärkeren" geredet hat, was mich zu einem Brüller veranlasste. Womöglich habe ich wegen des Brüllers nicht alles mitbekommen.
Wie kommt es zu der weit verbreiteten Fehlübersetzung und der daraus herrührenden Fehlinterpretation der Evolutionstheorie auch heute noch? Ein Erklärungsversuch: Im Deutschen bedeutet fit ausschließlich gut trainiert / köperlich in Form. Im Englischen jedoch ist die Hauptbedeutung passend / angepasst; in einer Nebenbedeutung hat das Wort die gleiche Bedeutung wie im Deutschen. Wer als einfach vom Deutschen fit ausgeht und die Evolutionstheorie nicht wirklich kennt, übersetzt schnell falsch. Manch eine/-r hat übersetzt womöglich bewusst falsch. Kritikern der Evolutionstheorie, die etwas gegen die Erklärung der Welt durch die Naturwissenschaften haben, kommt die Fehlübersetzung vermutlich gelegen, weil sie so schön unmenschlich klingt, besonders gepaart mit dem "Kampf ums Dasein".
Für durchgeknallte, machtbesessene Diktatoren und ihre Unterstützer Anfang und Mitte des 20. Jahrhunders kam die Fehlübersetzung und die damit einhergehende Fehlinterpretation der Evolutionstheorie gerade recht, um faschistische Rassentheorien zusammenzuspinnen und damit den irrsinnigen Mord an Menschen jüdischen Glaubens und anderen Minderheiten als pseudo-rational, pseudo-wissenschaftlich begründet darzustellen. Heutige dumpfbackige Gefolgsleute dieser Irren finden die Fehlinterpretation und die Übertragung einer biologischen Theorie auf gesellschaftliche Modelle immer noch toll und verstehen dabei gar nichts. Aufgeklärte Menschen hingegen lassen sich den ganzen Schwachsinn nicht so leicht aufbinden und hinterfragen das krude Zeug, was so manche Leute von sich geben. Zum Glück gibt es immer mehr davon. Und selbst einige Religionsgemeinschaften haben ihre Deutungshoheit der menschlichen Entwicklung - und was dazugehört - halbwegs freiwillig aufgegeben und anerkennen, dass man heute Erklärungen für Naturphänomene hat, die man vor rund 2000 Jahren und früher einfach noch nicht erklären konnte.
Deshalb ergeht hier meine Aufforderung an alle, die Missverständnissen vorbeugen wollen: Bitte benutzt ausschließlich "Überleben der Bestangepassten" oder Sinnverwandtes, wenn ihr über Darwin und "survival of the fittest" redet!
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